Alt Bundesrat Adolf Ogi demonstrierte vor über 30 Jahren am Schweizer Fernsehen vor einem Millionenpublikum seine legendäre Eierkochmethode. Er warb damit für ein energieeffizientes Kochen. Der WWF und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich wollten wissen, ob die Ogi-Methode auch im Zeitalter von Induktionsherden noch funktioniert. Sie liessen deshalb vom Testzentrum SALT (Swiss Alpine Laboratories for Testing Energy Efficiency) sieben Eierkoch-Methoden untersuchen. Ihr Fazit: Die effizienteste Methode brauche gegenüber der ineffizientesten rund viermal weniger Energie.

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An die Spitze schaffte es gemäss WWF der Eierkocher. Er muss nur eine winzige Menge Wasser erhitzen und stellt sofort ab, sobald diese verdampft ist. Fast ebenso effizient sei die Ogi-Methode: zwei Fingerbreit Wasser, Deckel auf die Pfanne. Wenn das Wasser ordentlich sprudelt, Herd ausschalten und Restwärme nutzen. Sowohl mit dem Induktionsherd als auch auf Glaskeramik schafften es diese zwei Varianten aufs Siegertreppchen. Wobei die Ogi-Methode auf dem Induktionsherd mangels Restwärme angepasst werden müsse: Der Herd muss auf der niedrigsten Stufe eingeschaltet bleiben.

Die ineffizienteste, aber vermutlich am häufigsten angewendete Methode ist jene, bei der die Eier mit Wasser bedeckt sind und ohne Pfannendeckel gekocht werden: Der Energieverbrauch sei hier um das Dreieinhalb- bis Vierfache höher als beim Eierkocher, unabhängig von Glaskeramik, Induktion oder Gussplatte. «Leider empfehlen die meisten Kochbücher immer noch die ineffizienteste Methode mit viel Wasser und offenem Deckel», heisst es vom WWF Schweiz. Über 900 Millionen Schaleneier verspeisen Schweizer jährlich. Mit den effizientesten Methoden könnten sie den Stromverbrauch fürs Ostereierkochen um etwa 75 Prozent senken. (WWF)

  • Immer Deckel auf die Pfanne,
  • die Herdplatte sollte nicht grösser als das Kochgeschirr sein,
  • zwei Finger breit Wasser reichen, Eier müssen nicht gedeckt sein,
  • bei konventionellen Herden Restwärme ausnutzen, bei Induktion auf kleinster Stufe fertig kochen.

Hart gekochte Eier gelten als steril und somit sicher für den Konsum. Das Bundesamt für Gesundheit weist jedoch darauf hin, dass es nachträglich zu einem mikrobiellen Verderb kommen könne. Werden Eier nach dem Kochen nicht in trockener und sauberer Umgebung gehalten, können Bakterien durch die poröse Schale eindringen. Auch Schalenrisse ermöglichen sehr leicht Kontaminationen mit Verderbsbakterien, und die Praxis, Schaleneier nach dem Kochen mit kaltem Wasser abzuschrecken, sei in hygienischer Hinsicht nicht unproblematisch, da Trinkwasser stets Bakterien enthalte. Das Bundesamt für Gesundheit gibt darum folgende Empfehlung

  • Zum hart kochen vorzugsweise 7 bis 14 Tage alte Eier verwenden,
  • Eier mit möglichst glatter Oberfläche wählen,
  • Eier je nach Grösse und Ausgangstemperatur 10 bis 12 Minuten hartkochen.


Haltbarkeit hartgekochter Eier:

  • Nicht abgeschreckt, bei Raumtemperatur: 1 Monat
  • Abgeschreckt, bei Raumtemperatur: 2 bis 3 Tage
  • Abgeschreckt, bei Kühltemperatur: 1 bis 2 Wochen