«Da kann sich ja niemand konzentrieren»
Der Lehrerverband fordert verbindliche Hitzeregeln für Schulen. Auf unseren Social-Media-Kanälen wird kontrovers darüber diskutiert. Viele Nutzerinnen und Nutzer wünschen sich mehr Flexibilität, andere halten Hitzefrei für den falschen Weg.

Veröffentlicht am 8. Juli 2026 - 15:33 Uhr

Wie sollen Schulen mit Hitzewellen umgehen?
Während im Büro klare Richtwerte für Raumtemperaturen gelten, fehlen sie in vielen Klassenzimmern. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) fordert deshalb einen verbindlichen Hitzeschutzplan und eine Obergrenze von 26 Grad. Die Forderung beschäftigt die Nutzerinnen und Nutzer auf unseren Social-Media-Kanälen. Die vorgeschlagenen Lösungen gehen auseinander.
Mehr Flexibilität bei Hitze
Mehrere Nutzerinnen und Nutzer finden, dass Schulen bei hohen Temperaturen flexibler reagieren sollten. «Macht ja auch Sinn, da kann sich ja niemand konzentrieren», schreibt eine Person. Als mögliche Lösungen werden längere oder vorgezogene Sommerferien genannt. «Wie wäre es mit Sommerferien vorverlegen? Die letzten Jahre war es ab Mitte Juni heiss», heisst es in einem Kommentar.
Eine andere Person schlägt vor, Schulleitungen könnten bei Extremtemperaturen «jährlich bis drei Tage Hitzefrei geben», die später kompensiert würden.
Auch bessere Bedingungen in den Schulzimmern werden gefordert. «Wenn es im Winter kalt wird, dann ist es selbstverständlich, dass man heizt, wieso kann man Schulzimmer nicht klimatisieren?», fragt ein Nutzer.
Hitzefrei bringt neue Herausforderungen
Andere weisen darauf hin, dass zusätzliche freie Tage nicht für alle Familien einfach umzusetzen wären. «Viele Eltern arbeiten, und niemand ist zu Hause», schreibt eine Nutzerin. Früher habe es ab 30 Grad Hitzefrei gegeben, «heute geht das leider nicht mehr».
Ähnlich steht es in einem weiteren Kommentar. Hitzefrei sei durchaus denkbar, vorausgesetzt, die Betreuung der Kinder sei sichergestellt. «Die Eltern können ja nicht einfach frei machen.»
Andere lehnen Hitzefrei grundsätzlich ab. «Sollen denn die Kinder noch mehr verweichlicht werden?», heisst es in einem Kommentar. Die Schule müsse Kinder «aufs wahre Leben vorbereiten», und viele Eltern seien mit zusätzlichen schulfreien Tagen überfordert.
Braucht es verbindliche Hitzeregeln für Schulen? Oder reichen die heutigen Möglichkeiten aus? Diskutieren Sie mit in der Kommentarspalte.
- Positionspapier LCH: «Zu heiss zum Lernen: wirksamer Hitzeschutz an Schulen»




