Haben Sie das auch schon erlebt? Sie stehen vor dem gewohnten Regalplatz für Ihren Lieblingskaffee oder das vertraute Waschmittel – gähnende Leere. Stattdessen prangt dort ein Schild: «Wegen Preisverhandlungen aktuell nicht lieferbar.» Aber Sie finden Alternativen, oft Eigenmarken. Was nach Zufall aussieht, ist in vielen Fällen Teil einer Strategie. 

Wenn grosse Markenhersteller wie Thomy, Philadelphia oder Toblerone die Preise erhöhen wollen, setzen Coop und Migros auf die sogenannte Auslistung. Indem sie bekannte Marken gezielt aus dem Sortiment nehmen, entziehen sie den Herstellern den Absatzmarkt. Viele Konsumentinnen und Konsumenten greifen in solchen Momenten notgedrungen zur Alternative. Andere wechseln den Laden oder verzichten ganz. Sicher ist: Die Auswahl wird kurzfristig kleiner. Gleichzeitig profitieren die Eigenmarken der Händler. In der Schweiz machen sie bereits mehr als die Hälfte des Umsatzes im Detailhandel aus, so viel wie in kaum einem anderen europäischen Land. 

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Profitieren die Konsumenten wirklich?

Die entscheidende Frage bleibt: Spüren Sie den Preiskampf an der Kasse überhaupt? Preisvergleiche zeigen ein gemischtes Bild. Zwar sind einzelne Produkte bei Migros günstiger als bei Discountern im Ausland. Frühere Auseinandersetzungen zeigen jedoch, dass dies nicht immer der Fall ist. Beim Streit um Coca-Cola kehrten die Produkte zurück ins Regal, einzelne Getränke waren danach aber teurer als zuvor.

Ihre Meinung zählt!

Schreiben Sie uns in den Kommentaren: Ist ein leeres Regal ein fairer Preis für potenziell günstigere Produkte? Oder nerven Sie sich, wenn Produkte fehlen?