«Bezahle mehr Prämien als Steuern»: Unsere Community schildert ihre finanzielle Not
33 Prozent der Haushalte haben laut einer neuen Comparis-Studie Mühe, ihre Krankenkassenprämien zu bezahlen. In der Kommentarspalte des Beobachters berichten Leserinnen und Leser von sehr unterschiedlichen Erfahrungen.

Veröffentlicht am 23. Februar 2026 - 17:50 Uhr

Rückmeldungen aus unserer Community zeigen: Die Krankenkassenprämien sind für viele Haushalte eine Belastung.
Laut der Comparis-Studie können 59 Prozent der Bevölkerung ihre Krankenkassenprämien derzeit problemlos bezahlen. Gleichzeitig hat rund ein Drittel regelmässig oder gelegentlich Mühe. Die Lage bleibt für viele Haushalte fragil. In unserem Artikel haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt, wie sie die Belastung durch die Prämien erleben. 120 Personen haben sich beteiligt.
Sind sie für Ihr Budget tragbar, oder geraten Sie zunehmend unter Druck? Diskutieren Sie mit in der Kommentarspalte.
«Ich zahle mehr Prämien als Steuern»
Leserin Marlise Carpino schildert: «Ich bezahle mehr KK-Prämien als Steuern. Mehr Selbstbehalt will ich nicht, weil ich Mühe hätte, den sofort aufzubringen. Ich finde es ungerecht, dass geschuldete Steuern, die ja für alle und alles verwendet werden, weniger rigid eingetrieben werden als geschuldete KK-Prämien.»
Ähnlich geht es Beatrice Callan: «Trotz Prämienverbilligung bezahle ich viel mehr Krankenkassenprämien. Die Prämienverbilligung hinkt zwei Jahre hinterher. Wer nicht genug Geld hat, muss diese zwei Jahre erst mal überbrücken.» Für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Zusatzversicherungen werde der Spielraum zusätzlich kleiner.
Leser Heinz Fischer beschreibt seine Situation als Pensionär. Nach einer Scheidung verfüge er nur über eine kleine Rente. Die monatlichen Fixkosten – darunter Krankenkasse, Miete und Strom – liessen ihm wenig Spielraum. «Jetzt komme ich mit meiner kleinen Rente nur durch, wenn ich beim Essen spare.»
Neben solchen persönlichen Erfahrungen wird in der Kommentarspalte auch grundsätzliche Unzufriedenheit mit der politischen Entwicklung sichtbar. Dora Buchmann schreibt: «Ich mag es nicht mehr lesen oder hören, da ich keinen Willen in der Politik feststellen kann, dies ändern zu wollen.»
Gemeinsam ein Zeichen setzten
Genau an diesem Punkt setzt die Beobachter-Petition «Wer zahlt, soll mitbestimmen» an. Sie fordert mehr Transparenz und verbindliche Mitsprache bei Tarifverhandlungen im Gesundheitswesen. Jetzt unterschreiben und ein Zeichen setzen!
- Umfrage von Comparis: Die Mehrheit der Bevölkerung kann Krankenkassenprämien ohne Probleme zahlen





