Während Jahrzehnten predigte die Ernährungswissenschaft: Bei Eiern, Butter, Käse und Würsten muss man masshalten – das darin enthaltene Cholesterin schadet der Gesundheit Cholesterin Dick im Geschäft dank der Fett-Lüge . Angeblich erhöht es insbesondere das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Neu heisst es: Die Cholesterinwerte im Blut werden durch die Ernährung kaum beeinflusst. Man kann eigentlich essen, was man will.

Ausgelöst hat diesen Sinneswandel eine US-Behörde, die alle fünf Jahre die offiziellen Ernährungsempfehlungen für die Vereinigten Staaten veröffentlicht. In ihrem Bericht lassen die Experten erstens die Low-Fat-Diät fallen wie eine heisse Kartoffel. Zweitens – und das ist die eigentliche Wende – raten sie nicht mehr von Produkten mit viel Cholesterin Arteriosklerose Die Mär vom bösen Ei ab. Denn es gebe «keinen nennenswerten Zusammenhang» zwischen dem Cholesterin in Nahrungsmitteln und dem Blutcholesterin.

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«Es scheint, dass die Amerikaner jahrzehntelang völlig unnötig auf Eigelb, Leber und Schalentiere verzichtet haben.»

New York Times

Was hat diesen Riesenirrtum verursacht? «Schlechte Wissenschaft», vermutet die «New York Times». Allzu lange hätten sich die Behörden auf schwache wissenschaftliche Beweise gestützt, nämlich epidemiologische oder Beobachtungsstudien, die jeweils grosse Menschengruppen über einen längeren Zeitraum begleiten. Auch die besten dieser Studien zeigen höchstens Korrelationen, beweisen jedoch keine ursächlichen Zusammenhänge.

Was oder wie soll man also essen, um sein Herz zu schützen? «Mediterran Mediterrane Ernährung Abnehmen ohne Verbote und ausgewogen», empfiehlt Chefkardiologe Stephan Windecker vom Inselspital – dazu gehören auch gesunde Fette und Öle. Herzprobleme und Diabetes würden vor allem durch Übergewicht, übermässigen Zucker und zu viel Salz begünstigt. Dass auch hohe Cholesterinwerte im Blut schlecht fürs Herz sind: An diesem Grundsatz halten die Mediziner fest.