Streamingdienste läuteten den Untergang der DVD ein. Sie sind aber nicht die Einzigen, die Filmen auf runden Datenträgern an den Kragen gehen: Die DVD-Fäule macht die silbrigen Scheiben nicht nur obsolet, sondern zerstört sie gleich ganz. 

Milchig und löchrig

Es fängt mit einer zarten Verfärbung an. Die Scheiben werden leicht milchig. Später bilden sich stecknadelfeine Löcher. Wenn der Prozess erst einmal angefangen hat, lässt er sich nicht mehr stoppen, geschweige denn umkehren. Die Discs gehören – korrekt – entsorgt. 

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Schuld ist ein chemischer Prozess, der zur Folge hat, dass die reflektierende Aluminiumschicht der DVD oxidiert oder mit Staub und anderen Verunreinigungen reagiert. Ein weiterer Grund kann ein Produktionsfehler sein: Wenn die oberste Kunststoffschicht fehlt, ist die darunter liegende Aluminiumschicht Beschädigungen schutzlos ausgeliefert.

Warner Bros. ersetzt betroffene Discs

Betroffen sind Millionen von DVDs, die die amerikanische Film- und TV-Gesellschaft Warner Bros. zwischen 2006 und 2008 hergestellt hat, schreibt das deutsche Technik- und Verbraucherportal «Chip». Rund 300 Titel, vorwiegend Klassiker, lassen sich nicht mehr abspielen.

Wie viele der maroden Scheiben sich in Schweizer Haushalten befinden, ist nicht bekannt. Warner Bros. erklärte dem US-Filmnetzwerk Joblo, man tausche betroffene Discs durch neue DVDs mit demselben Titel aus. Titel, deren Rechte abgelaufen seien, ersetze man durch einen «ähnlichen Film». Für Reklamationen ist Warner Bros. über die Mailadresse whv@wbd.com erreichbar.

Quellen