«Der Imbissstand des Zürcher Cateringunternehmens Happy Souls verkauft am Rudolfs Weihnachtsmarkt in Luzern den ‹teuersten Hotdog der Welt›.»

Blick.ch, 21. November 2022

Es ist die Zeit der Weihnachtsmärkte. Überall ploppen kleine Chalets auf, in denen bunte Socken, Glühwein oder handbemalter Christbaumschmuck aus Tibet feilgeboten werden.

Und weil die Ware in Bern, Zürich oder Luzern meist die gleiche ist, müssen sich Verkäuferinnen und Verkäufer etwas einfallen lassen, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

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Die Cateringfirma Happy Souls (zufriedene Seelen) probiert es mit dem «teuersten Hotdog der Welt»: In einem Safranbrötchen steckt eine Wurst vom Kobe-Rind, veredelt mit weissen Trüffeln, Champagnerschaum, Schokoladenstreuseln und einem vergoldeten Pfefferkorn. Der Preis für den Luxus-Snack: 250 Franken.

Die Frage lautet jetzt natürlich, wer so was denn überhaupt essen will. Normalerweise Fussballer, klar. Vom Ex-Bayern-Star Franck Ribéry weiss man, dass er sein Steak gern vergoldet in Dubai geniesst. Doch da derzeit viele superreiche Kicker in Katar weilen, beisst hierzulande wohl kaum jemand an. Das war auch nicht die Absicht der Erfinder.

Die «zufriedenen Seelen» wollen mediale Aufmerksamkeit erregen, auf dass Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, diese Zeilen hier lesen. Es ist ein altbekanntes PR-Prinzip: So sorgte ein Jeansfabrikant vor einiger Zeit mit einer Hose für Schlagzeilen, deren Alleinstellungsmerkmal es war, dass sie sehr schmutzig war. Preis: 425 Dollar. Ebenfalls um die Welt ging die Nachricht jenes Kaufhauses, das einen stinknormalen Stein für 85 Dollar anbot.

Es geht noch extremer

Wem dies alles noch nicht dekadent genug ist, dem sei eine Reise nach New York empfohlen: ins Restaurant Industry Kitchen. Dort steht die Pizza «24k» für 2000 Franken auf dem Menü. Zutaten: Kaviar, Trüffeln, Gänseleber und natürlich Goldblätter aus Ecuador.

Oder nach Mexiko. Im Luxusresort Grand Velas Los Cabos bereitet der Chefkoch laut dem Nachrichtenportal Watson einen Taco für umgerechnet 23'000 Franken zu. Das Spezielle daran: eine Sauce auf der Basis von ausgeschiedenen Kaffeebohnen von Schleichkatzen.

Der Haken am teuersten Hotdog der Welt: Er hat auch die längste Zubereitungsdauer der Welt. 40 Minuten muss man vor dem Chalet warten, bis die delikate Speise parat ist. Dann ist man aber entweder erfroren oder hat bereits so viel Glühwein intus, dass Trüffeln und Champagner bloss noch nach Zimt und billigem Fusel schmecken.

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